Die gängigsten Druckmethoden für Hochzeitskarten
... sind digitaler Offsetdruck, Letterpress und Wachsdruck.
Spätestens wenn Sie eine Druckerei für den Druck Ihrer Hochzeitseinladungen aufsuchen oder sich online intensiver mit Ihren zukünftigen Hochzeitskarten auseinandersetzen, werden Sie über unterschiedliche Druckmethoden stolpern. Die weit verbreitetsten sind: der Digitaldruck, das Letterpress-Verfahren und der Wachsdruck. Zwischen einem der drei werden Sie sich also zu entscheiden haben. Wenn Sie sich nicht 100%ig sicher sind, welche dieser Druckmethoden für Sie die Richtige ist, sollten Sie sich über die entsprechenden Unterschiede der Verfahren in der Druckerei ausführlich beraten lassen. Denn die verschiedenen Druckmethoden unterscheiden sich nicht nur durch stilistische Merkmale, auch deren Preise sind sehr unterschiedlich.
Digitaldruck
Der digitale Offsetdruck ist ein hochwertiges Druckverfahren mit einem Digitaldrucker, der durch einen Computer angesteuert wird. Also vom Grundprinzip ähnlich dem Tintenstrahldrucker zu Hause, aber mit sehr großem Qualitätsunterschied. Es wird mit dem flüssigen Electro-Ink-Verfahren gedruckt und eine Qualität wie im klassischen Offsetdruck erreicht (Druck mit fester Druckvorlage). Der Offset-Digitaldruck wird für die hochwertige Hochzeitspapeterie mittlerweile am meisten verwendet, da er optisch wie ein Offsetdruck aussieht, aber viel kostengünstiger realisiert werden kann. Soll heißen: Sie bekommen mit Hochzeitkarten, gedruckt im digitalen Offset-Verfahren die beste Qualität für Ihre Grafiken, Texte und Fotos, und das zum günstigsten Preis. Derartige Drucker finden Sie nur in Druckereien und nicht im nächsten Media-Markt, egal was deren Reklame verspricht!
Letterpress
Letterpress ist eine Buchdrucktechnik, die vor 20 Jahren in den U.S.A. für die Gestaltung von Hochzeitskarten und Einladungen wieder entdeckt wurde und sich seit einiger Zeit auch hier bei uns einer wachsenden Beliebtheit erfreut. Beim Letterpress-Druckverfahren werden die Grafiken und Texte auf einer Einladung in das Papier eingedruckt oder laienhaft ausgedrückt: rein gepresst. Letterpress für die Gestaltung von Hochzeitskarten bieten nur sehr wenige Druckereien in Deutschland an. Einfach aus dem Grund, weil es kaum noch Druckmaschinen gibt, mit denen Letterpress umgesetzt werden kann. Mittlerweile gibt es aber auch schon neuere Maschinen, die das Letterpress-Druckverfahren simulieren. Der Unterschied ist nur vom Profi in der Druckerei zu erkennen. Einladungskarten mit Grafiken und Texten in Letterpress sind um einiges teurer, als Hochzeitskarten mit Digitaldruck.
Wachsdruck
Der Wachsdruck (auch Solid-Ink-Verfahren genannt) ist kostengünstiger, als das Letterpress-Druckverfahren. Die Technik ist ähnlich dem Tintendruckverfahren. Allerdings wird anders als beim Tintenstrahldrucker kein Toner oder flüssige Tinte, sondern durch Erwärmung im Drucker verflüssigte Wachstropfen auf die Hochzeitskarte aufgebracht. Beim Auftreffen auf die Karten erkaltet das Wachs sofort und erstarrt. Das Wachs liegt im so genannten Festtintendrucker (oder auch Solid-Ink-Drucker) in Form fester Wachsstäbchen vor, die Colorsticks genannt werden. Der Wachsdruck wird relativ selten in der Hochzeitspapeterie verwendet und wenn dann nur für einfache Grafiken und Text. Das ist eigentlich verwunderlich, da Karten mit Wachsdruck wirklich toll aussehen. Die Ursache dürfte wohl an den höheren Druckkosten im Vergleich zum Digitaldruck liegen. Meist werden auch Hochzeitskarten mit Wachsdruck zweimal gedruckt. Beim ersten Druck mit einer Hintergrundgrafik im Digitaldruck und beim zweiten Mal mit dem Text im Wachsdruck.

Fotos: miss solution Hochzeitsshop
















