
Wenn das Licht der Traukerze während der kirchlichen Trauung entzündet wird, trägt ein Trauzeuge oder ein nahestehendes Familienmitglied das Traukerzengedicht vor:
Der wunderbar romantische Brauch der Traukerze oder Hochzeitskerze kommt ursprünglich aus der katholischen Kirche und hat seine Daseinsberechtigung mittlerweile in jeder kirchlichen Trauungszeremonie. Natürlich passt er auch in eine Standesamtliche Trauungszeremonie. Die Traukerze steht als Symbol für Licht und Wärme in der Ehe.
Während der Trauung steht die Kerze auf dem Altar und wird nach der Predigt an der Osterkerze entzündet. Danach trägt ein Trauzeuge, ein Blumenkind oder ein nahestehendes Familienmitglied das Kerzengedicht vor.
als Ihr die Hände ineinandergelegt und Euer Herz verschenkt habt.
Mein Licht soll dabei sein bei Eurer Ehe.
Ich bin ein stiller Zeuge im Hause Eurer Liebe und wache stets über Euch.
Aber wenn Ihr vor Freude außer Euch seid
oder ein schöner Stern am Horizont Eures Lebens erscheint,
dann zündet mich an.
wenn Streit da ist, wenn Ihr lautlos unter etwas leidet,
dann zündet mich an.
wenn Ihr die Aussprache sucht, aber keine Worte findet,
wenn Ihr Euch umarmen möchtet, aber Eure Arme sind wie gelähmt,
dann zündet mich an.
Es spricht seine eigene Sprache, eine leichte Sprache, die der andere gleich versteht.
Ich habe Euch beide gern.
Lasst mich brennen, wann und wie lange es sein muss,
bis Ihr beide dann gemeinsam, Wange an Wange, mein Licht ausblasen könnt.
Schön ist es, wenn man die Traukerze auf der Hochzeitsfeier noch weiter brennen lässt. Viele Paare heben die Hochzeitskerze auch über Jahre auf und zünden Sie an jedem Hochzeitstag zur Erinnerung, mit einem Augenzwinkern an.










