vielen Dank noch einmal für Eure Glückwünsche zu meiner/unserer Traumhochzeit.
Leider habe ich mir nach der Hochzeit eine Magen-Darm-Geschichte eingefangen, so dass Ihr leider eine Weile auf meinen Bericht warten musstet. Heute geht es mir endlich wieder besser und da konnte ich endlich mal wieder hier vorbei schauen.
So hier nun mein Bericht:
Der schönste Tag meines Lebens
Am Vorabend der Hochzeit verabschiedete ich meinen Schatz, der die letzte Nacht vor unserer Hochzeit bei seinen Eltern verbrachte. Langsam war ich ziemlich aufgeregt und schaffte es erst kurz nach Mitternacht ins Bett zu gehen.
Um 6:30 klingelte der Wecker und ich ging gemütlich duschen. Bei einem Cappuccino und einem Schälchen Müsli (ich schaffte nicht mal ein Drittel!), wurde mein flaues Gefühl im Magen immer größer. Meine Trauzeugin fuhr mich dann gegen 7:45 Uhr zu meiner Friseurin, wo ich mich entspannt zurücklehnte und mir die Haare hochstecken ließ. Schließlich noch das Make-up und um 9:30 waren wir fertig.
Ab nach Hause, ins Schlafzimmer - umziehen. Bei der Corsage, dem Kleid und dem Reifrock hilft mir meine Trauzeugin. So, dann müssen wir nur noch kurz auf den Bräutigam warten. Halt mein Parfum steht noch im Bad! Keine Panik, Mami ist schon unterwegs und packt auch gleich noch meine Ersatzstrümpfe und Co. in ihre große Handtasche.
Dann ist es soweit - ich verlasse das Schlafzimmer und stehe vor einem staunenden Bräutigam! Und auch er sieht einfach traumhaft aus, hat aber den Brautstrauß gleich im Auto gelassen: "Ich dachte, den brauchst Du erst auf dem Standesamt?" Bevor er mir in Panik zerfliesst, nehm ich ihn in den Arm und erkläre, ich seh ihn ja im Auto! So schnell noch alle auf die Autos verteilt und los gehts.
Ankunft beim Standesamt, strahlender Sonnenschein, wir werden von einem Beamten in Empfang genommen und ins Zimmer neben den Trausaal geleitet. Während unsere Gäste in den Trausaal geleitet werden, wird mein Süsser immer nervöser - so süüüüß! Der Standesbeamte öffnet die Tür und wir betreten zu "I will always love you" den Raum. Kaum sitzen wir, fließen die ersten Tränen und mein Männle haucht: "Ich glaube ich hätte doch ein Taschentuch gebraucht!" Zum Glück hab ich drei Stück im Dekolleté verstaut und reich ihm eins rüber. Leises Lachen von unseren Gästen.
Nach dem Lied beginnt der Standesbeamte seine sehr schöne Rede mit Hinweisen zu Liebe, Treue, Achtung und Vertrauen. Schließlich geben wir uns feierlich da Ja-Wort. Mein Männle ist fast völlig in Tränen aufgelöst und kann nur noch hauchen "Ja!" Danach sagte ich freudestrahlend "Ja!" Zu unserem Lied (Bryan Adams, "Everything I do, I do it for you") tauschten wir anschliessend unsere Ringe. Nach ein paar Gratulationen des Standesbeamten kam der offizielle Teil mit unterschreiben. Hier unterschrieb ich nun das erste Mal mit seinem Namen.
Dann überfielen uns alle mit Glückwünschen, viele hatten Tränen in den Augen, aber alle waren einfach nur glücklich. Nun folgten die Fotos mit Eltern und das Gruppenfoto. Bevor wir dann viele, viele Brautpaarbilder machten schoben wir kurz den Sektempfang dazwischen, damit unsere Gäste auch etwas beschäftigt waren. Der Schnee sah herrlich aus, der Himmel strahlend blau und die Sonne schien. Von der Kälte bekamen wir nichts mit, aber unsere Gäste froren und wurden langsam ungeduldig. Aber unser Fotograf war kaum zu bremsen und meinte immer nur: "Nur noch ein Bild!" Schließlich hatte er doch Erbarmen bzw. seine Speicherkarte war voll.
Nachdem wir ein Herz aus einem Laken geschnitten hatten und hindurch geschritten waren, gings endlich ins Hotel und unsere Gäste freuten sich auf die Wärme und das Essen. Nachdem Begrüßungssekt gabs Salat oder scharfe Tomatensuppe. Anschließend hielt mein Vater seine wunderschöne Rede und ich war einfach nur noch glücklich. Nach dem Hauptgang servierten wir erst mal eine Runde Kaffee und Espresso. Und dann kam als Dessert unsere Hochzeitstorte - ein traumhaft schönes Doppelherz, dass so lecker geschmeckt hat wie es aussah. Alle waren begeistert und sehr viele überrascht, denn wir hatten unsere Gäste raten lassen, was es zum Nachtisch gibt.
Danach gings auf einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt. Dort wickelte ich mir zusätzlich einen weißen Schal um und heimste fleißig mit Schatzi von staunenden Passanden Gratulationen und Glückwünsche ein. Wieder im Hotel angekommen wurde der Tanz eröffnet. Das fleißige Üben hat sich ausgezahlt. Er hat mich (etwas steif) aber sehr gut geführt. Am Nachmittag mussten wir dann noch Holz sägen und durften uns an Brot und Salz laben. Eine kleine Abordnung meines Chores kommt vorbei und bringt uns ein Ständchen. Direkt danach wird das Buffet angeliefert. Dann schaffen wir es, wir sitzen und stoßen mit unseren Gästen an. Aber Ruhe kehrt nicht ein, denn es gibt noch einige Spielchen, Gedichte und Anekdoten zu hören. Auch der Bräutigamsvater hat noch eine kleine Rede vorbereitet. Außerdem werden wir auch noch mit Geschenken überhäuft. Kurz nach 22:00 Uhr trau ich mich dann auch, denn ich habe noch ein Geschenk für meinen Ehemann: Immer noch ein wenig nervös, aber ganz ohne Spickzettel singe ich "Stand by your man!" von Tammy Wynette. Alle hören staunend zu und mein Ehemann (Goot, klingt das gut
) ist wieder in Glückstränen aufglöst und bedankt sich überschwenglich.Gegen 01:30 Uhr verlassen wir die Feier und gehen auf unser Zimmer. Es ist traumhaft. Eigentlich eher eine Suite mit 2 Zimmern - schade, das wir nur eine Nacht hierbleiben. Was dann passierte, könnt Ihr Euch denken
Am nächsten Morgen treffen wir noch ein mal alle Gäste, die auch in dem Hotel übernachtet haben zum Frühstück, um die Reste des Buffets zu vernichten.
Es war ein rundum gelungener Tag, wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter und auch einen guten Griff mit dem Hotel. Besonders glücklich bin ich darüber, dass sich alle meine Verwandten benommen haben und es keinerlei Zoff gegeben hat.
Viele liebe Grüße
von einer sehr glücklichen Ehefrau





alles Liebe
Und dass dein Süßer so oft geweint hat ist ja super süß! 