Trauring-Materialguide:
Gold, Platin, Edelstahl und Co.

Wir klären Euch auf über die Vor- und Nachteile von Gold, Platin, Edelstahl und allen anderen Materialien, die für Trauringe verarbeitet werden.

Gold

… zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden und das liegt daran, dass Gold als Element in der Natur vorkommt. Aufgrund seiner herausragenden Materialeigenschaften ist Gold eines der wichtigsten Edelmetalle zur Schmuckherstellung.

Es wird nicht von Luft und Säuren angegriffen, das heißt Goldschmuck läuft nicht an. Da Gold relativ knapp ist, ist es sehr wertvoll und auch als Geldanlage geeignet.

Durch eine Legierung mit anderen Metallen können die optischen und mechanischen Eigenschaften von Gold weitgehend verändert werden.

Zum Beispiel:
Gold 333 – Goldanteil 33,33 % – 8 Karat
Gold 375 – Goldanteil 37,50 % – 9 Karat
Gold 585 – Goldanteil 58,50 % – 14 Karat
Gold 750 – Goldanteil 75,00 % – 18 Karat
 

Weißgold

Darunter werden Goldlegierungen zusammengefasst, denen mit Silber, Platinmetallen oder anderen metallischen Legierungspartnern die Farbe entzogen wurde. Im Jahre 1920 wurde die erste Weißgoldlegierung unter dieser Bezeichnung entwickelt, als Alternative zum schweren und teuren Platin.

Weißgold ist ein homogener Stoff, da die weiße Farbe nicht nur oberflächlich ist. Wenn man Weißgold zersägt oder es zerkratzt kommt nur weißes Gold zum Vorschein.

Die Bezeichnung Weißgold sagt nichts über den Goldgehalt und über die tatsächliche Zusammensetzung der Legierung aus. Der Feingoldgehalt des Weißgoldes ist aus der Goldbezeichnung ersichtlich.

Zum Beispiel enthält:
Weißgold 585 hat einen Goldanteil von 58,50 % – 14 Karat.
Weißgold 750 hat einen Goldanteil von 75,00 % – 18 Karat.

Jedoch wird Weißgold maximal bis zum Feingehalt von 875 – 21 Karat angeboten.
 

Trauring-Materialguide: Platin

Foto: JoPhoto

Platin

… gilt seit langen als das kostbarste und edelste unter den Schmuckmetallen. Platina Silber, so nannten es die Spanier, die es auf ihren Beutezügen um 1735 in Kolumbien entdeckt haben. Sie wussten damals nicht, dass ihnen eines der faszinierendsten Edelmetalle in die Hände gefallen war.

Platin ist mehr als 30-mal seltener als Gold. Um eine Unze (31,1 g) Platin zu gewinnen, müssen zehn Tonnen Gestein gebrochen werden.

Es wird vorwiegend mit einem Feingehalt von 950/000 (entspricht 22,8 Karat) verarbeitet. Damit ist gemeint, von 1000 Gramm Schmuckmetall sind 950 Gramm, also 95 Prozent reines Platin. Es ist absolut hautverträglich und löst keinerlei Allergien aus.

Diese Exklusivität hat aber seinen Preis – Lasst Euch am besten diesbezüglich vom Juwelier beraten!
 

Palladium

… zählt zur Gruppe der Platinmetalle. Es ist nur halb so schwer wie Platin und ist daher weitaus günstiger zu erwerben. Palladium hat eine silberweiße Farbe, die fast die Helligkeit des Silbers erreicht. Verwendet wird Palladium als Legierungsmetall für Weißgold, dem sogenannten Palladium-Weißgold.
 

Edelstahl

… ist besonders strapazierfähig und robust. Das moderne Aussehen und der edle matte Glanz erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Oberfläche lässt sich problemlos reinigen und überdauert Jahre. Jedoch sollten Paare mit sehr sensibler Haut oder einer Kontaktallergie sich unbedingt über die Materialbeschaffenheit informieren, da Edelstahl mit Hilfe von Nickel verarbeitet wird und nur Edelstahl 316L hautverträglich ist.
 

Titan

… ist edel, beständig, zeitlos und wiegt nur halb so viel wie Edelstahl. Es ist besonders hautverträglich und dadurch bestens geeignet für Allergiker. Titan wird auch gerne als “Exot” unter den Schmuck-Werkstoffen bezeichnet und steht an zehnter Stelle der Elementhäufigkeit. Durch seine schlichte Eleganz ist es besonders beliebt und gewinnt zunehmend an Bedeutung.
 

Diamant

… ist das härteste bekannte Mineral. Eine besonders charakteristische und für Diamanten die mit Abstand häufigste Schliffform ist der Brillantschliff. Er bricht das Licht in seine Farben und reflektiert es vollkommen. Achtet beim Kauf darauf, dass Euer Diamant nach den Qualitätsnormen der CIBJO (Confédération International de la Bijouterie, Joaillerie, Orfèvrerie des Diamantes, Perles et Pierres) geprüft wurde.

Neben reinen und farblosen Diamanten gibt es auch so genannte „Fancy Diamonds“. Man unterscheidet zwischen sieben Fancy-Diamonds: Kanariengelb, Blau, Rot, Pink oder Rosa, Braun und Grün.

Der Wert eines Diamanten hängt von verschiedenen Kriterien ab:

Reinheit: Ob ein Diamant Fehler aufweist.
Schliff: Der Schliff bestimmt ob ein Diamant funkelt oder leblos auszieht.
Karat: Gewicht eines Diamanten – ein Karat entspricht exakt 0,2 Gramm.
Farbe: Die Farbe wird mit einer Skala von D (beste Farbe/teuerster Stein) bis O bestimmt.
 

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