Die Hochzeit zu Hause feiern

Wer denkt eine schöne Hochzeitsfeier zu Hause zu organisieren ist einfach, der irrt! Hier sind Tipps und Anregungen, damit es wirklich ein schönes Fest wird.

Hochzeit zu Hause feiern

Kein Platz auf der Welt ist wie das eigene Zuhause oder das Elternhaus. Vielleicht haben Eure Eltern ja ein tolles Haus an einem See oder Eure Großeltern besitzen einen großen Bauernhof. Ihr merkt schon mit “zu Hause” meinen wir jetzt nicht Eure Zweiraumwohnung – ein Haus mit großem Grundstück muss schon her, denn nicht jedes Kuschelnest verträgt den Ansturm von 100 Gästen, 40 Autos, 6 Kellnern, 11 großen Tischen und einem glücklichen Paar.

Wenn Euer Zuhause eine tolle Location ist, gibt es nichts was gegen eine Hochzeitsfeier dort spricht, denn keine angemietete Location wird persönlicher sein. Eine ordentliche Hochzeitsvorbereitung ist natürlich trotzdem notwendig. Denn Eure Location muss dekoriert, bestuhlt und betischt werden, eine Tanzfläche, Platz für die Band/ DJ, Hussen für die Stühle, Arbeitsplatz für den Cateringservice und eine Schlechtwettervariante (Festzelt) muss daher.

Platzangebot checken

Habt Ihr genug Platz für alle Hochzeitsgäste? Wenn nicht, müsst Ihr Eure Gästeliste wohl oder übel trimmen. Verwechselt bitte nicht überfüllt mit gemütlich. Wenn Ihr eine Schlechtwettervariante plant (was man in Deutschland auch im Hochsommer nun einmal muss), dann benötigt Ihr auch drinnen, also im Haus, in einem angemieteten Festzelt, in einer Scheune oder wo auch immer genug Platz, um Eure Festtafel mit Bestuhlung so stellen zu können, dass die Gäste sich zwischen den Tischen auch noch bewegen können.

Nicht alles alleine machen

Auch wenn Ihr zu Hause feiern wollt, könnt Ihr einen Hochzeitsplaner mit der Organisation Eurer Hochzeit beauftragen – es empfiehlt sich sogar, da ein guter Hochzeitsplaner mit tollen Ideen Euer Zuhause in eine tolle Hochzeitslocation verwandeln wird und gute Hochzeitsdienstleister aus Eurer Region kennt. Außerdem benötigt Ihr einen guten Caterer mit Kellnern, eine Band oder einen DJ und Reinigungspersonal. Ja richtig gelesen Reinigungspersonal – verzichtet nicht auf eine gute Putzcrew oder wollt Ihr und Eure Eltern nach einem wunderschönen Hochzeitstag, Stunden damit verbringen das Haus von oben bis unten zu schrubben (zumal das unmittelbar vor der Hochzeit ja auch schon passiert ist)?

Die Hochzeit zu Hause im Garten feiern

Ein schöner Garten

Eine Hochzeitsfeier im Freien wird meistens auf einem schönen Rasen gefeiert. Dieser steht natürlich im Blickpunkt der Hochzeitsgesellschaft. Verpasst ihm einen gepflegten Look. Soll heißen – der Rasen sollte gemäht sein. Allerdings solltet Ihr das nicht unmittelbar vor der Hochzeit veranlassen, sonst habt Ihr an Eurem Hochzeitstag, nach einer Viertelstunde auf dem frischgemähten Rasen eine grüne Schleppe. 2 oder 3 Tage vor der Hochzeitsfeier wäre daher ideal. Falls Ihr keinen so perfekten Rasen habt, beginnt spätestens ein halbes Jahr vor der Hochzeit damit Euren Rasen aufzupäppeln. Bei einer Hochzeit im Frühjahr beginnt Ihr damit am besten schon im Vorjahr.

Wichtig und zugleich schwierig ist es draußen einen ebenen Boden vorzufinden, denn Stühle und Tische sollen schließlich nicht wackeln. Professionelle Festzeltverleiher schaffen da Abhilfe, falls Ihr das nicht selber hinbekommt. Sie bieten Tische an, die an den Tischbeinen unterschiedlich vergestellt werden können, so dass Unebenheiten des Bodens ausgeglichen werden. Die Tanzfläche sollte sich auf einer Terrasse oder auf einem ausgelegten Holzboden befinden, damit der Tanz auch allen Spaß macht und Euer Eröffnungstanz nicht zum Stolpertanz wird.

Blumen zeitig pflanzen

Stellt sicher, dass Ihr lange im Vorfeld Eurer Hochzeit die Blumen pflanzt, die an Eurem Hochzeitstag in voller Blüte stehen sollen. Für eine Hochzeit im Frühjahr wären das Blumen wie Tulpen, Narzissen, Hortensien und Pfingstrosen, die dann blühen werden. Die müssen dann aber auch im Vorjahr idealerweise gepflanzt werden. Für eine Sommerhochzeit bieten sich Geranien, Gerberas, Lilien und natürlich Rosen an, die Ihr im Frühjahr, wenn die letzten Frostnächte vorüber sind pflanzen könnt. Für eine Hochzeit im Herbst bieten sich Stauden an, die auch im Herbst noch blühen, wie z.B. japanische Anemonen und Chrysanthemen. Diese sollten ebenfalls, wie die Frühjahrsblumen im Vorjahr gepflanzt werden.

Hochzeit zu Hause feiern: Festzelt

Feierequipment mieten

Der Nachteil, wenn man zu Hause feiert, ist das alles Mögliche extra angemietet werden muss. Heute bieten die meisten guten Caterer gleich sämtliches Feiereqipment mit zur Miete an, so dass Ihr nicht wegen ein paar Stuhlhussen von Pontius zu Pilatus laufen müsst. “Must-have” für jede Hochzeitsfeier sind Tische, Stühle, Geschirr, Servietten, Tischdecken, Bar-Utensilien und ein Festzelt, um nur die wichtigsten zu nennen. Stuhlhussen und portable Miettoiletten sind Geschmackssache.

Stromversorgung

Habt auch ein Auge auf die Stromversorgung. Strom benötigt Ihr vor allem für Licht nach der Dämmerung (auch wenn 100 schöne Kerzen angezündet werden) und für die Musik. Da Band oder DJ meist erst nach dem Hochzeitsessen zum Tanz aufspielen oder auflegen, ist eine dezente Hintergrundbeschallung schon vorher notwendig. Klar, dass die erforderlichen Verlängerungskabel schon vor dem Empfang ausliegen sollten.

Übernachtung der Hochzeitsgäste

Einige Eurer Gäste werden mit der Option liebäugeln, bei Euch zu übernachten. Schiebt diesen Gedanken Eurer Verwandten und Freunde gleich einen Riegel vor, bevor Ihr etwas zusagt, was im Nachhinein nur schwer revidiert werden kann – außer natürlich, Ihr feiert auf einem herrschaftlichen Anwesen mit 15 Zimmern. Bei Euch sollte abgesehen von den Hauseigentümern, nur der allerengste Familienkreis übernachten (die Eltern und eventuell noch die Geschwister) oder wollt Ihr nach Eurer Hochzeitsnacht morgens an der Toilette anstehen, weil Eure Cousine gerade ausgiebig duscht? Bemüht Euch um ein preiswertes Hotel in unmittelbarer Nähe, damit Eure Gäste unterkommen. Reserviert dort ausreichend und rechtzeitig vor und scheut Euch nicht nach einen Mengenrabatt zu fragen. Es ist im übrigen unüblich, dass das Brautpaar die Übernachtungskosten für seine Gäste trägt.

Nachbarn informieren

Informiert Eure Nachbarschaft persönlich über Eure geplante Feier und eventuell aufkommende Lärmbelästigungen. In Deutschland muss ab 22 Uhr die Musik soweit heruntergeschraubt werden, dass es für Andere keine übermäßige und damit unzumutbare Störung darstellt. Werbt mit Charme um die Gunst Eurer Nachbarn (mit etwas Glück habt Ihr keine Spiessbürger in Eurer Nachbarschaft) – denn wo kein Kläger, da auch kein Richter, bzw. in diesem Fall keine wegen Lärmbelästigung gerufene Polizei.

Verständnis von Seiten Eurer Nachbarn ist auch wichtig, damit diese nicht pünktlich zum Hochzeitstorte anschneiden auf dem Nachbargrundstück ihren Rasenmäher anwerfen oder damit beginnen die Hecke zu stutzen. Am besten ist natürlich, die Nachbarn gleich mit einzuladen, so gibt es gar keine Probleme.

Die Hochzeit zu Hause feiern: Deko

Die Dekoration

Was macht Euer zu Hause außergewöhnlich – ein elegantes Esszimmer, ein riesiger massiver Baum im Garten, eine herrliche Wiese hinterm Haus oder eine spektakuläre Aussicht? Bindet das Highlight Eures Heims in Eure Deko mit ein und setzt es für eine tolle Atmosphäre gekonnt in Szene. Dekoriert mit schönen Blumen das Esszimmer, baut Eure Hochzeitstafel unter dem großen Nussbaum im Garten auf, strahlt die Bäume mit Lichtern an, hängt Papierlaternen auf, stellt Gartenlampen auf – die Möglichkeiten sind schier unendlich, um eine atemberaubende und unvergessliche Atmosphäre für Eure Hochzeitsfeier zu Hause zu schaffen.

Die Toilette

Jeder Mensch muss nach einer Weile auf die Toilette. Wenn bei 100 Gästen jeder dies nur dreimal während der Hochzeitsfeier macht, wird Eure Toilette voraussichtlich glatte 300 mal benutzt. Wahrscheinlich sieht Euer Badezimmer danach auch dementsprechend aus. Ein Lösung sind portable Miettoiletten (damit meinen wir jetzt kein Dixie-Bauarbeiterklo), die Ihr aufstellen könnt. Bei 100 Gästen bräuchtet Ihr da aber auch mehrere. Eine Faustformel sagt, dass man für circa. 35 Gäste ein Bad rechnen muss. Ob Euer Bad jetzt herhalten muss oder eine Miettoilette, ist letztlich Eure Sache. Wahrscheinlich ist eine Kombination aus beidem am besten.

Bedenkt bei Eurer Planung aber auch, dass Eure Gäste einen Ort benötigen, um sich die Hände zu waschen und auch um einen Blick in einen Spiegel werfen zu können. Falls Ihr eine portable Toilette mietet, personalisiert diese etwas mit Kosmetiktüchern, einer Schale mit Bonbons am Waschbecken, genügend frischen Handtücher, etc. Falls Ihr Euer privates Badezimmer anbietet, stockt ein bisschen ab. Entfernt Persönliches wie gutes Parfüm und Eure Tamponschachtel. Egal ob Miettoilette oder Badezimmer, sauber müssen beide sein. Das heißt es sollte sich jemand verantwortlich fühlen, hin und wieder nach dem Rechten zu schauen – klar dürfte dabei wohl sein, dass “jemand” nicht Braut oder Bräutigam sind.

Fotos: Kristin Speed Photography

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