Hochzeitsplaner: Tipps & Kosten

Was macht eigentlich ein Hochzeitsplaner genau und wie hoch sind die Kosten? Wir klären auf …

Hochzeitsplaner: Tipps & Kosten

Ein Hochzeitsplaner (engl. Wedding Planner) unterstützt und berät ein Brautpaar professionell bei der Planung und Organisation der Hochzeit. Zu seinen Hauptaufgaben gehören dabei vor allem Locationsuche, Dekoration, Unterstützung bei der Suche nach dem perfekten Brautkleid, Entlastung des Paares bei der “Standesamtsbürokratie”, Vermittlung von professionellen Hochzeitsdienstleistern und die laufende Kontrolle der Gästeliste. Bei der Hochzeit selbst steht er oder sie im Hintergrund und zieht die Fäden, damit ein reibungsloser Ablauf garantiert ist und sich das Brautpaar auf sich selbst und seine Gäste konzentrieren kann.

Einen Hochzeitsplaner mit der Organisation einer Hochzeit zu betrauen, ist vor allem in den USA verbreitet, da hier die Hochzeiten viel aufwendiger und mit einem viel höherem Budget, als bei uns geplant werden. Durch einige Hollywood-Filmchen, (allen voran The Wedding Planner mit JLo in der Hauptrolle) schwappte der Beruf des Wedding Planners auch zu uns nach Deutschland, wo es mittlerweile auch einige sehr gute Hochzeitsplaner gibt. Allerdings gilt es auch hier, wie in so vielen anderen Bereichen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn Möchtegern-Hochzeitsplaner gibt es unzählige – da die Profis rauszufiltern, kann Braut und Bräutigam schnell überfordern.

Eine echte Traumhochzeit besteht aus vielen einzelnen Komponenten, die heute nur noch ein Perfektionist zu berücksichtigen weiß. Da reicht es nicht, wenn die beste Freundin die eigene Hochzeit mal selbst organisiert hat – und fertig ist der Wedding Planner. Ein guter Hochzeitsplaner muss nicht nur an alles denken, er kümmert sich auch mit Liebe und Hingabe um die vielen kleinen Details, die am Ende, von den Einladungskarten über die Dekoration bis hin zur angemessenen Location ein großes harmonisches Ganzes erzeugen.

Wenn Ihr also eine perfekte Hochzeit haben und Euch viel Zeit und Nerven sparen wollt, sowie ohne Stress eine aufregende Vorbereitungszeit erleben möchtet, empfiehlt es sich einen professionellen Hochzeitsplaner zu engagieren. Damit Ihr diesen auch findet, geben wir Euch hier einige Tipps, wie Ihr den Profi vom Laien unterscheiden und wie die Preise bei den Hochzeitsplanern variieren. Die unserer Meinung nach besten Hochzeitsdienstleister findet Ihr in unserem Cemé de la Cremé Dienstleister-Verzeichniss unter Hochzeitsplaner.

Kompetenz und Erfahrung

Ein guter Hochzeitsplaner hat Erfahrung, sehr gute Kontakte zu Hochzeitsdienstleistern, ist stilsicher und hat einen Hang zur Perfektion. Meistens lernen sich Kunde und Hochzeitsplaner bei einem ersten Beratungsgespräch kennen – bei diesem Gespräch muss es funken. Ihr müsst das Gefühl haben, dass Ihr der Person gegenübersitzt, der Ihr ohne Sorge den schönsten Tag Eures Lebens anvertrauen können.

Hochzeitsplaner: Tipps & KostenDer oder die Hochzeitsplanerin wird Euch in einem gemütlichen Café oder bevorzugt in Eurer Wohnung treffen, da er dort einen ersten Eindruck von Eurem Stil und Eurer Persönlichkeit erhalten kann. Ein Profi wird Euch nicht mit einem fertig ausgearbeiteten Konzept überrennen, sondern Euch zuhören, damit er Eure Hochzeit nach Euren Wünschen und Vorstellungen gestalten kann. Am Ende wird es einen individuellen Plan, passend zu dem Euch zur Verfügung stehendem Budget geben.

Kontakte

Ein guter Hochzeitsplaner hat schon einige Hochzeiten organisiert und geplant. Von daher musste er sich schon mit den verschiedensten Wünschen und Vorstellungen von Brautpaaren auseinandersetzen. Er kennt die romantischsten Trauungsorte in der Region, die schönsten Locations, wie Schlösser und Burgen, auf Hochzeiten spezialisierte Hotels und Restaurants, wo Leistung und Preis in Einklang stehen. Er kann auf einen großen Fundus von guten Hochzeitsdienstleistern zurückgreifen, egal ob Floristen, Limousinenverleiher, Konditoreien oder Caterer, um alle Eure Wünsche auch richtig umsetzen zu können. Bei vielen Dienstleistern und Locations bekommt eine gute Wedding-Planner-Agentur außerdem oftmals Rabatte, die den Preis für Euch reduzieren.

Ein Ansprechpartner und eine Rechnung

Einem guten Hochzeitsplaner müsst Ihr nur Eure Vision erklären und er kümmert sich um die reibungslose Umsetzung. Ihr selbst müssen dann nichts mehr selbst recherchieren, sondern bringt Euch einfach soweit ein, wie Ihr möchtet. Ihr selbst klärt nur noch Details mit Eurem Hochzeitsplaner und lasst Euch nur noch Vorschläge zur Entscheidung unterbreiten. Stressfreier geht es nicht! Ihr habt nur einen Ansprechpartner und bezahlt bei einem professionellen Wedding Planner am Ende nur eine Rechnung. Wenn Ihr also mit irgendetwas nicht zufrieden sind, müsst Ihr Euch nicht jedes Mal von neuem mit den verschiedenen Dienstleistern, wie Caterer, Konditor, Florist oder Visagist auseinandersetzen und denen lang und breit Eure Vorstellungen schildern.

Organisation und Pannenmanagement

Erfahrungsgemäß verläuft keine größere Hochzeitsplanung genau so, wie man es sich vorgestellt hat. Mit Pannen muss also immer gerechnet werden. Ob nun die Location seit Wochen ausgebucht ist, Ihr jemanden auf der Gästeliste vergessen habt oder die Sitzordnung auf dem letzten Drücker geändert werden muss – ein guter Hochzeitsplaner kann und wird, basierend auf den eigenen Erfahrungswerten, solche Malheurs im Vorfeld verhindern oder etwaige Unwägbarkeiten angemessen regeln. Er wird dafür sorgen, dass alles zu seiner Zeit pünktlich in die Wege geleitet wird – der Locationvertrag, die Änderungen am Brautkleid, der Probetermin beim Visagisten, die Anmeldung im Standesamt und der Termin beim Pfarrer.

Hochzeitsplaner: Tipps & KostenAm Hochzeitstag wird sein Zeitmanagement besonders gefordert. Tausend Kleinigkeiten müssen organisiert und koordiniert werden, meist so, dass das Brautpaar nichts davon mitbekommt. Wie viel Zeit muss für den Friseur und Visagisten eingeplant werden, wer dekoriert die Location so, dass man sie nicht überprüfen muss, wann werden die Hochzeitsfotos gemacht, wo bleiben die Geschenke liegen, ab wann legt der DJ auf, und so weiter. Für alle diese Fragen, die Kontrolle über einen reibungslosen Ablauf, die Kommunikation mit dem Servicepersonal und die kleinen Details, die schnell geändert werden müssen, ist der Hochzeitsplaner da. Abgesehen von kurzen Ansagen zum Brautstraußwerfen oder zum Gruppenfoto, wird er immer im Hintergrund und unsichtbar sein. Ein Profi wird übrigens auf keinen Fall mitfeiern!

Die Kosten

Gute Hochzeitsplaner gehen schon im ersten Beratungsgespräch auf Euer Budget ein und zeigen Euch die dazu passenden Möglichkeiten auf. Denn Eure Hochzeit sollte zu jedem Zeitpunkt der Planung Eurem persönlichen finanziellen Rahmen entsprechen. Das muss jedoch nicht heißen, das Euer Budget nun auf Biegen und Brechen von Eurem Hochzeitsplaner ausgereizt wird – ein guter Wedding Planner wird Euch immer, auch bei prallen Budget Alternativen aufzeigen.

Üblich ist es in der Branche nach zwei Preismodellen am Ende abzurechnen. Entweder wird der Hochzeitsplaner seine geleisteten Stunden oder eine Provision in Rechnung stellen. Der Stundenpreis rangiert derzeit zwischen 35 und 50 €. Für die Abrechnung auf Provisionsbasis wird eine Pauschale prozentual auf das Gesamtbudget der Hochzeit erhoben. Derzeit liegen die Agenturen bei einer Provision von 15 bis 20 Prozent. Belaufen sich die Kosten beispielsweise auf 10.000 €, erhält der Wedding Planner zuzüglich zwischen 1.500 und 2.000 €. Das klingt viel, ist es aber meist nicht, da durch die vielen Rabatte und Kontakte, die der Hochzeitsplaner hat, einiges eingespart wird, so dass gerade bei höheren Budgets eine Hochzeit mit Wedding Planner genauso teuer ist, wie eine selbst organisierte Hochzeit.

Ob Ihr Provisionsabrechnung oder Stundenabrechnung wählt, hängt übrigens ganz davon ab, in wie weit der Hochzeitsplaner Euch entlasten soll. Bei einer Komplettorganisation fahrt Ihr mit der Pauschale am besten. Wenn Ihr nur bei der Locationsuche und der Dekoration professionell unterstützt werden wollt, solltet Ihr nach geleisteten Stunden abrechnen lassen. Meistens wird wegen der hohen Kosten ein nicht geringer Vorschuss, bei Vertragsabschluss verlangt. Ein guter Hochzeitsplaner ist meist nicht allein tätig. Er greift je nach Aufwand auf ein Team zurück, welches für Euch unsichtbar, zum Beispiel bei Dekoration und Logistik unterstützt.

Übrigens, die in Deutschland oft gebräuchliche Schreibweise “Weddingplaner” ist nicht richtig. Man verwendet in der Branche entweder den deutschen “Hochzeitsplaner” oder den englischen “Wedding Planner”.

Fotos: kola weddingz

Ähnliche Themen:

Die ultimative Hochzeits-Checkliste

Die ultimative Hochzeits-Checkliste

Die Hochzeitsvorbereitungen beginnen und Ihr habt keinen Plan, wann und wo Ihr nun besten mit Eurer Hochzeitsplanung anfangen sollt? Hier ist unsere ultimative Planungsliste… Mehr »

 
Hochzeit-Budgetplanung

Hochzeit-Budgetplanung

Keine Hochzeitsplanung ohne Budgetplanung! Damit es Euch nicht am ersten Tag Eure Ehe den Boden unter den Füßen wegzieht, geben wir hier einige wertvolle Tipps zur Budgeterstellung und… Mehr »

 
Hochzeit planen leicht gemacht

Hochzeit planen leicht gemacht

Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung! Vor Euch liegt eine aufregende und spannende Zeit – es gilt Euren schönsten Tag im Leben zu organisieren. Wo aber bloß mit der Hochzeitsplanung beginnen? Mehr »