Die Gütergemeinschaft

Wissenswertes zur Gütergemeinschaft kurz und knapp auf den Punkt gebracht!

Gütergemeinschaft

Dieser Wahlgüterstand ist nicht mehr zeitgemäß und existiert kaum noch. Er muss durch einen Ehevertrag vereinbart werden. Die Gütergemeinschaft hat zur Folge, dass die Eheleute ein gemeinsames Vermögen haben, über das keiner der Partner allein verfügen darf. Alles was während der Ehe erworben wird, wird gleichzeitig gemeinschaftliches Vermögen. Außerdem kann der Partner für den anderen haftbar gemacht werden.

Folgendes Beispiel: Ihr habt mit Eurem Auto ein Unfall und keine Versicherung abgeschlossen. Bei Gütergemeinschaft haftet der Ehegatte für die Folgen mit.

Sollte es zu einer Scheidung kommen, wird das gesamte Vermögen zu gleichen Teilen geteilt. Jedoch kann durch einen Vertragszusatz geregelt werden, dass einige Gegenstände, wie beispielsweise Familienschmuck einem Partner allein gehören.

Bei Vereinbarung einer Gütergemeinschaft existieren bis zu fünf Vermögensmassen: das Gesamtgut beider Eheleute, das Sondergut des Ehemannes, das Sondergut der Ehefrau, das Vorbehaltsgut des Ehemannes, das Vorbehaltsgut der Ehefrau. Außerdem wird zwischen der allgemeinen Gütergemeinschaft, der Gütergemeinschaft auf den Todesfall und verschiedenen Formen einer beschränkten Gütergemeinschaft (Errungenschaftsgemeinschaft, Fahrnisgemeinschaft) unterschieden. In aller Regel ist aber die allgemeine Gütergemeinschaft gemeint. Steuerlich ist Gütergemeinschaft auch nicht ohne. So kann unter Umständen die Gütergemeinschaft dazu führen, dass einer der Eheleute Schenkungssteuer zahlen muss, weil er plötzlich Mitinhaber eines relativ großen Vermögens wird.

Ihr merkt schon, dass Ganze ist recht kompliziert und unvorteilhaft. Wer noch mehr in die Tiefe der Materie steigen will, dem sei diese Seite der Anwaltskanzlei Zecher aus Ilsfeld ans Herz gelegt.
 

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