Die Gütertrennung

Wissenswertes zur Gütertrennung kurz und knapp auf den Punkt gebracht!

Gütertrennung

Die Gütertrennung wird durch einen Ehevertrag geregelt.

Gütertrennung bedeutet, dass die Vermögen beider Partner in der Ehe vollkommen getrennt voneinander bleiben. Damit haben beide ihr eigenes Vermögen und können dieses allein verwalten und ohne Zustimmung des anderen Ehegatten darüber verfügen. Endet die Ehe, bleiben die Vermögen natürlich weiter getrennt. Es spielt daher also keine Rolle, ob ein Ehegatte während der Ehe mehr Vermögen erworben hat, als der andere. Ein Ausgleich zwischen den Vermögen beider Parteien erfolgt somit nicht.

Habt Ihr während der Ehe gemeinsamen Besitz erworben, wie zum Beispiel ein Haus, eine Eigentumswohnung, Fernseher, Möbel oder andere Gegenstände von Wert, wird dies so behandelt, wie es bei Miteigentümern der Fall wäre. Sprich der Ehegatte, der die Sache bei einer Trennung behält, hat dem anderen Ehepartner einen finanziellen Ausgleich zu zahlen.

Eine Gütertrennung nur für gut verdienende Doppelverdiener-Ehen ohne Kinder geeignet. Wenn die Ehe nicht durch eine Scheidung, sondern durch Tod eines Ehegatten endet, verdient im übrigen nur der Staat. Die Gütertrennung hat nämlich den Zweck einen Zugewinnausgleich im Falle der Scheidung zu verhindern. Stirbt nun ein Ehegatte, erhält der andere seinen Anteil am Nachlass und muss diesen komplett (abzüglich der Freibeträge) versteuern. Bei einer Zugewinngemeinschaft erhält der überlebende Partner ein Viertel des Vermögens steuerfrei als Zugewinn. Solltet Ihr Euch also für einen Gütertrennungsvertrag entscheiden, ist zu empfehlen, den gesetzlichen Güterstand (Zugewinn) für den Fall des Todes beizubehalten und den Zugewinn nur für den Fall einer Scheidung auszuschließen.

Die Kosten

Im Falle einer durch Ehevertrag vereinbarten Gütertrennung, kommen nicht unerheblich Kosten Euch zu. Der Vertrag muss zum einen noteriell beglaubigt werden, wobei sich das Honorar des Notars nach der Höhe der Vermögenswerte ausrichtet. Zum anderen sollte ein intensives Beratungsgespräch bei einem Anwalt für Familienrecht wahrgenommen werden, da eine fachkundige Bewertung unabdingbar ist, um böse Überraschungen zu vermeiden.
 

Ähnliche Themen:

Die Gütergemeinschaft

Die Gütergemeinschaft

Dieser Wahlgüterstand ist nicht mehr zeitgemäß und existiert kaum noch. Er muss durch einen Ehevertrag vereinbart werden. Die Gütergemeinschaft hat zur Folge, dass die Eheleute… Mehr »

 
Die Zugewinngemeinschaft

Die Zugewinngemeinschaft

Immer wieder trifft man auf den Irrglauben, dass ein Ehepartner in einer Zugewinngemeinschaft auch für die Schulden des anderen Ehepartners haftet. Das ist ein Irrglaube… Mehr »

 
Der Versorgungsausgleich

Der Versorgungsausgleich

Ein Versorgungsausgleich zwischen den Eheleuten wird durch das Familiengericht durchgeführt und ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Das Ziel des Versorgungsausgleichs ist es… Mehr »