Die Verlobung historisch

Bedeutung und Geschichte der Verlobung:

Die Verlobung historisch

Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war die Verlobung, im Gegensatz zu heute ein gesellschaftliches Muss. Ein Zusammenleben in einer gemeinsamen Wohnung, so wie wir es heute kennen war ohne Eheversprechen einfach undenkbar. Für uns in Europa heute unvorstellbar, aber damals galt die wilde Ehe (wenn sie denn vorkam) als verrucht, asozial und als ein Leben in Schande. Eine offene Liebesbeziehung und erste gemeinsame Stunden mit sexuell geprägter Zweisamkeit waren erst mit der Verlobung, dem Eheversprechen möglich.

Als verlobtes Pärchen durfte man dann endlich Händchen haltend durch die Stadt ziehen. Die Kulturrevolution änderte dann alles relativ schnell in der westlichen Hemisphäre, abgesehen von großen provinziell puritanischen Gebieten in den Vereinigten Staaten, wo die Verlobung bis heute aufwendig zelebriert wird. Daher hat auch das Verlobungszeremoniel, wie man es aus vielen Hollywood-Schnulzen kennt, in den U.S.A. auch eine viel größere Bedeutung, als bei uns in Europa.

Für den Ursprung der Verlobung, muss man jedoch noch viele hundert Jahre weiter zurück gehen. In alten Tagen gab es die sogenannte Brautschau, bei der heiratsfähige Männer durch die Lande zogen und sich eine passende Braut suchten. Wenn sie fündig wurden, wurde mit dem Brautvater die Mitgift (der Preis für die Braut) ausgehandelt. Die Vertragsverhandlungen, welche später zum Heiratsantrag mutierten, hatten den Zweck die rechtliche und finanzielle Stellung zwischen den späteren Eheleuten vor Zeugen zu regeln. Wenn man sich dann einig war, wurde dies per Handschlag besiegelt und man galt fortan als verlobt. Aus dieser Zeit stammt auch das Zitat: “Er hält um die Hand an“. Die auserwählte Braut jedoch, welche de facto ja verkauft wurde, hatte je nach Verhältnis zum Vater, diesbezüglich so gut wie gar kein Mitspracherecht.

Durch die einsetzende Industrialisierung in der Welt und die damit verbundene Verstädterung der Bevölkerung verschwamm die Tradition der Brautschau langsam und nur die Verlobung blieb übrig.

Übrigens – in Teilen Asiens und Afrikas, wo Naturreligionen, der Islam oder der Hinduismus vorherrschen, findet der Brautkauf bis heute statt. Die Aufhebung einer Verlobung ist dort undenkbar. So wie im mittelalterlichen Europa gilt dort in den meist ländlichen Gebieten das ungeschriebene Gesetz der Blutrache.

Wieder mal so ein Moment wo wir dem Schöpfer danken hier und jetzt zu leben …
 

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